Kirchenwirt Graz
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1929


1906


1898

Die Geschichte des Kirchenwirts



Das Purgbergschlössl

1689 erwarb der stei­rische Adelige Frank Caspar Conduzzi von Heldenfeld eine Liegen­schaft auf dem Pur­berg, einer Er­he­bung weit außerhalb der noch von einer Stadt­mauer um­ge­be­nen Resi­denz­stadt Graz. Der Purberg – von „Burg­berg" – liegt auf einer See­höhe von 469 Meter im Nord­osten der Stadt. Conduzzi er­richte­te ein klei­nes Schloss – das Purg­berg­schlössl –mit einer Haus­kapelle. In der Ka­pel­le befand sich eine Marien­statue, die ur­sprüng­lich aus dem Stift Rein stamm­te und rasch zum Ziel von Marien­wall­fahr­ten wurde. An man­chen Sonn- und Feier­tagen fan­den bis zu 2000 Wall­fahrer aus Ungarn, Kroatien und der Steier­mark den Weg auf den Purberg.

Da die An­reisen im 17. Jahr­hun­dert teil­weise noch sehr an­stren­gend und ermü­dend waren, baute Conduzzi in direkter Nähe von Schloss und Kapelle eine Her­berge für die Wall­fahrer. In der Folge wurde der Be­trieb an Päch­ter ab­geg­eben, die nicht immer zum Wohle ihrer Gäs­te tätig waren. So wurde 1698 der Wirt Lorenz Pizenhofer über­führt, über­teuer­ten und ver­wäs­ser­ten Wein zu ver­kaufen.
Die Basilika

1714 übergibt Conduzzi Schloss und Kapelle dem Pau­liner Orden als Ge­schenk. Im selben Jahr wurde, nach der offi­ziellen Aner­ken­nung als Wall­fahrt­sort, der Grund­stein zur Er­rich­tung einer Kirche gelegt. Der Bau wurde von Andreas Stengg mit dessen Sohn Johann Georg Stengg ge­plant und ab­gewi­ckelt. Ber­eits fünf Jahre später wurden erste Gottes­dienste gefeiert und Kaiser Karl VI. veran­lasste den Bau einer Straße von Graz nach Maria­trost, um die Er­reich­bar­keit des Ortes zu ver­bessern. Der Roh­bau der Kirche wurde im Jahr 1724 fertig gestellt. Die voll­ständige Fertig­stellung dauerte jedoch bis 1779. Wenige Jahre später muss­ten die Pauliner Maria Trost wegen der jose­phini­schen Re­formen ver­las­sen. Aus der Kloster- und Wall­fahrts­kirche wurde eine Pfarr­kirche und die an einen Fleisch­hauer ver­kauf­ten Kloster­trakte wurden in Stal­lun­gen um­ge­wan­delt. Zwi­schen 1846 und 1996 führten die Franzis­kaner den Wall­fahrt­sort. Im Okto­ber 1968 wurde in der Basi­li­ka die Mariat­roster Er­klä­rung der Öster­reichi­schen Bischofs­konferenz zur En­zy­kli­ka Hu­manae Vitae ver­öffent­licht. Nach­dem der Orden das Klos­ter 1996 verließ wird die Pfar­re seit­her von Pries­tern der Diözese Graz-Seckau geführt. Am 28. Okto­ber 1996 wurde die Kirche von Papst Johannes Paul II. zur Basilica minor ernannt. Im Zuge des­sen fand eine um­fas­sende Gesamt­reno­vie­rung der An­lage statt.
Der Kirchenwirt

Die Her­ber­ge war nicht Teil der Schen­kung und hatte schon einige Be­sit­zer­wech­sel hinter sich, als sie 1744 um 13.018 Gul­den von Pau­liner Orden er­wor­ben wurde. Einige Jahre – bis 1750 – führt der Orden den Gast­hof selbst, dann wurde wie­der ver­pach­tet. Zu die­ser Zeit konn­ten 50 Gäste be­her­bergt wer­den und einem der Päch­ter, Georg Ross­wald, wurde von Orden 1772 unter­sagt, „Musik zu halten oder, unter was für einem Vor­wand auch immer, schlech­te und ver­dächtige Per­so­nen beider­lei Ge­schlech­tes zu be­her­ber­gen".

Eine Inventar­liste der dama­li­gen Zeit gibt Aus­kunft über die Größe von Gast­hof und Her­berge. Ange­führt sind zwei Gast­räume, ein Tafel- und ein Herr­schafts­zim­mer, sowie einige Schlaf­räume. Laut diesen Auf­zeich­nun­gen konn­ten min­des­tens 50 Per­sonen be­her­bergt wer­den.

Mitte des 19. Jahr­hund­erts war der Gast­hof be­reits eine Insti­tu­tion und ent­wi­ckel­te sich unter dem Namen „Josel­wirt" zu einem be­lieb­ten Aus­flugs­ziel der Grazer Be­völ­ke­rung. Zu einem schwe­ren Ein­bruch kam es am 29. Juli 1863, als ein Feuer den Gast­hof bis auf seine Grund­mauern nieder­brennen ließ. Die Ba­sili­ka blieb von die­sem Brand voll­stän­dig ver­schont.

Die wie­der er­rich­te­te Gast­stät­te wurde 1919 vom Ehe­paar Josef und Mar­ga­rete Pfeifer er­wor­ben, die den Be­trieb – als logi­sche Kon­se­quenz des Stand­ortes – „Kir­chen­wirt" nannten. Knapp nach Ende des Zwei­ten Welt­kriegs wurde der Gast­hof um­ge­baut und er­wei­tert und die Her­berge zu einem Ho­tel. 1969 – 50 Jahre nach dem Er­werb – über­nahm Josef Pfeifer II die Füh­rung des Unter­neh­mens. In den 1980er-Jahren er­folgte die nächste große Re­no­vie­rung, eine wei­tere folgte in den späten 1990er-Jahren, be­reits unter Josef Pfeifer III, der seit 1990 in drit­ter Ge­ne­ra­tion der „Kirchenwirt" ist.

Unsere Chronik



1689
Für dam­alige Zei­ten weit außer­halb von Graz steht auf dem Pur­berg ein klei­nes Schlöss­chen mit einer Kapel­le. Franz Caspar Con­duzzi von Hel­den­feld er­wirbt die­sen Be­sitz und be­schließt, hier eine der Mut­ter­got­tes ge­weih­te Ka­pel­le zu er­rich­ten. Die Zahl der Men­schen, die zu die­sem neu­en Gna­den­ort pil­ger­ten, zähl­te an man­chen Sonn- und Feier­tagen bald an die 2000 Wall­fahrer aus der Steier­mark aus Un­garn und Kro­ati­en.

1695
Franz Caspar Con­duzzi ent­schließt sich, für die ste­tig wach­sen­de Zahl an Be­su­chern eine Her­ber­ge zu er­rich­ten, die in der Fol­ge ver­pach­tet wur­de. Nicht je­der Päch­ter konn­te die in ihn ge­setz­ten Er­war­tun­gen er­fül­len – Lorenz Pizen­hofer wur­de bei­spiels­weise 1698 überführt, über­teuer­ten und ver­wäs­ser­ten Wein zu ver­kau­fen.

1708
Am 8. August er­hielt der Or­den der Pau­liner den Pur­berg als Ge­schenk und such­te um die Be­wil­li­gung der Er­rich­tung ei­nes Klos­ters und einer Kir­che an.

1714
Unter Kai­ser Karl VI. wird der Grund­stein zur Er­rich­tung der prunk­vol­len Ba­rock­kir­che „Maria Trost" ge­legt. Den Quel­len zu­fol­ge ka­men zu die­ser Zeit be­reits mehr als 100.000 Pil­ger jähr­lich.

1744
Nach mehr­ma­li­gem Be­sitzer­wech­sel er­wirbt das Pau­li­ner­klos­ter den Gast­hof für 13.018 Gul­den und führt ihn bis 1750 selbst wei­ter. Gäs­te kann der Gast­hof zu dieser Zeit be­her­ber­gen, wenn auch nicht al­le in Bet­ten ihre Schlaf­stät­te finden, denn auch „Schlaf­ses­sel" wer­den an­ge­bo­ten.

1772
Dem Päch­ter Georg Ross­wald war es laut Pacht­ver­trag „jeder­zeit ver­bo­ten, Musik zu hal­ten oder, un­ter was für einem Vor­wan­de auch im­mer, schlech­te und ver­däch­ti­ge Per­so­nen bei­der­lei Ge­schlech­tes zu be­her­ber­gen".

1863
Ein ver­hee­ren­der Brand ver­nich­tet am 29. Juli das An­we­sen, das zu die­ser Zeit als „Joselwirt" be­kannt war und so­fort wie­der­er­rich­tet wur­de. Die Wall­fahrts­kir­che blieb von die­sem Un­glück un­berührt.

1919
Josef und Margarethe Pfeifer er­wer­ben die Gast­stät­te und nen­nen sie von nun an „Kirchenwirt".

1946
Ein vier Jah­re wäh­ren­der Aus- und Um­bau be­ginnt.

1969
Josef Pfeifer II. über­nimmt zum 50. Jah­res­tag des „Kirchenwirts" den Be­trieb. Wei­ter­hin wird stän­dig mo­der­ni­siert und an der Ver­bes­se­rung des Stan­dards von Res­tau­rant und Ho­tel ge­ar­bei­tet.

1990
Josef Pfeifer III. setzt die Tra­di­ti­on und das Be­mü­hen um die Zu­frie­den­heit der Gäs­te fort.
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